Mit dem Jakobsweg im Süden des Stadtteils und dem Fuß- und Radweg („Am Werde“) bestehen zwei (über-)regionale Wegestrukturen. Diese leisten gegenwärtig einen hohen Beitrag zur Naherholung im Stadtteil. Zugleich nehmen diese jedoch ansonsten kaum Bezug zum Stadtteil, weshalb der Stadtteil nur in geringem Maße durch die Lage der Wege profitiert.
Die großflächigen Waldflächen nördlich und südlich des Stadtteils werden primär durch die Wegebeziehung „An der Drehbank“ – „Bergstraße“ verknüpft. Diese ist nicht sonderlich fußgängerfreundlich gestaltet, bietet aber eine effiziente Verbindung. Die Steigung der Wegeverbindung ist südlich der Hagener Straße sowie an der Fußgängerbrücke nicht barrierefrei. Die „Friedhofstraße“ übernimmt von der Hagener Straße nach Süden eine ähnliche Funktion, nördlich der Hagener Straße fehlt jedoch gegenwärtig ein zweiter Anschluss nach Norden. Dies wird insbesondere durch zwei Trampelpfade deutlich, welche sich im Laufe der gebildet haben. Ein Trampelpfad führt von dem Fuß- und Radweg „Am Werde“ nach Süden bis zur Talbahntrasse, ein zweiter verbindet die „Hundeicker Straße“ mit „Am Jägerhaus“. Die Notwendigkeit eines zweiten Ennepe- und Talbahntrassenüberweges wird zum Beispiel daran ersichtlich. Die Talbahntrasse wird bereits heute von Fußgängern frequentiert, obwohl diese ausschließlich dem Zugverkehr vorbehalten ist.
Die ICE-Trasse wird nach Süden an vier Stellen überwunden. Neben der beschriebenen Fußgängerbrücke bestehen ein Tunnel sowie zwei Schienenübergänge. Die Abstände betragen jeweils zwischen 350 und 600m, was als ausreichend zu bewerten ist.
Im Stadtteil besteht kein Ortsmittelpunkt, an dem Menschen interagieren können. Typische Treffpunkte sind stets nutzungsbezogen (zum Beispiel der Schulhof der Grundschule oder der Kleingartenverein); weitere große Flächen wie die Parkplätze des Einzelhandels verfügen weder über eine hohe Aufenthaltsqualität, noch sind diese durch ihre monotone Nutzungsstruktur für einen intensiven Austausch zwischen Menschen förderlich. Gemeinschaftliche Nutzungen wie die Sportplätze sind zudem in städtebaulich isolierter Lage. Lediglich das Gemeindehaus bietet das Potenzial als Ort des Austausches, dieses verfügt jedoch außerhalb des Gebäudes nicht über die notwendigen Freiräume. Lediglich die Parkplätze an den Einzelhandelsstandorten verfügen über größere Flächen, diese sind jedoch durch die monotone und autozentrierte Nutzungsstruktur nicht ideal. Außerdem stellt die Hagener Straße durch ihre Breite und geringe Gestaltung eine große Barriere für Fußgänger:innen dar. Der Stadtteil wird somit in einen nördlichen und einen südlichen Teil separiert.
Zudem fällt bei der Analyse auf, dass das Fußwegenetz unvollständig ist und an vielen Stellen große Lücken aufweist.