Das Szenario sieht die Etablierung Schnellmarks als wichtiges Forschungs- und Innovationszentrum mit Fokus auf Nachhaltigkeit vor. Schnellmark soll hierbei als „Reallabor“ wirken, wo Ideen aktiv im öffentlichen Raum getestet werden. Somit werden die Bewohner:innen in die Forschung eingebunden. Es sind diverse Neubauten geplant; die Gebäudekörper weisen auch aufgrund ihrer Höhe ein großes Volumen auf. Es entsteht ein zentraler Campus mit einer prägenden Achse von der Hagener Straße, darüber hinaus wird der Hof als dominierende Gebäudetypologie etabliert, um soziale Interaktion zu fördern. Die Außenbereiche der Gebäude werden durch eine starke Begrünung dominiert.
Im Westen des Quartieres entstehen zwei Bürogebäude in Hofanordnung, in dessen Mitte sich ein kleiner grüner Platz einfügt. Das Grüne Stadtteilband durchzieht den Platz und setzt sich im Osten linear durch das Quartier fort.
Der große Campusplatz wird von einem Forschungs- sowie einem weiteren Büro-/Verwaltungsgebäude im Westen eingerahmt. Der Platz wird durch eine große Achse dominiert, welche von der Hagener Straße im Süden auf das Hauptgebäude des Quartiers führt. Die Achse wird im Süden durch einen großen offenen Raum eingeleitet, welcher Bezug zur verkehrsberuhigten Hagener Straße nimmt. Der Eingangsbereich der Achse wird zudem im Süden von zwei Reallaboren eingerahmt, in denen vertikale Landwirtschaft erforscht wird. Der Blick wird somit auf das Hauptgebäude im Zentrum des Quartiers gelenkt, welches über eine besondere Architektur verfügen sollte. Für das Hauptgebäude werden primär öffentlichkeitswirksame Nutzungen vorgesehen, darunter ein Informationszentrum.
Der östliche Teilbereich des Quartieres wird durch den Erhalt des Riegelgebäudes geprägt, welches zu einem großen Co-Working-Space umgenutzt wird. Auch die Ansiedlung von Start-Ups könnte hier gefördert werden. Nördlich davon entsteht ein Hof, in dem westlich ein Hochschulbereich mit Vorlesungsräumen etabliert wird. Östlich werden die Kirmesgruppen in den Hof integriert.
Der südöstliche Wohnbereich soll primär studentisches Wohnen beinhalten. Ergänzend werden jedoch auch weitere temporäre Wohnformen wie Co-Living angeregt. Der große Platz in der Mitte dient der sozialen Interaktion; die privaten Gärten sind dagegen vergleichsweise klein. Auf dem Platz sind beispielsweise bewohner*innengetragene Landwirtschaftsformen vorstellbar.