Lageplan

Perspektive

Szenario #3

Freizeit-Landschaft

Das Szenario der Freizeit-Landschaft weist eine hohe Bestandssensibilität auf. Diverse ehemalige Gebäude der Dieckerhoff-Fläche können in diesem Szenario erhalten werden; in dem von industriellen Nutzungen geprägten Raum werden vorrangig Interaktions- und Sportangebote etabliert. Zudem ist das Szenario durch einen sehr hohen Grünanteil geprägt, welcher das Konzept des begrünten Parkstadtteils unterstreicht.
Im Westen des Geländes entsteht das Haus der Nachhaltigkeit als Zentrum der Wissensvermittlung. Hierbei handelt es sich um ein umgenutztes Bürogebäude, bei dem eine hohe Sensibilität und ein respektvoller Umgang mit der Natur gelehrt werden. Insbesondere der Umgang mit dem Klimawandel ist ein wesentliches Thema. Das Haus der Nachhaltigkeit würde sich beispielsweise optimal als Kindermuseum – zum Beispiel für Klassenfahrten – anbieten, sollte sich jedoch grundsätzlich an alle Altersgruppen richten.

Südlich davon werden zwei Gebäude für die Kirmesgruppen umgestaltet, welche im Zuge der Erlebbarmachung der Ennepe einen neuen Standort benötigen. Gegenüber des Hauses der Nachhaltigkeit wird ein passender Standort gesehen, da die Gebäude durch diverse Garagenzufahrten und eine hohe Gebäudehöhe den Anforderungen der Kirmesgruppen gerecht werden. Zudem soll die Kirmes als wichtiges Element der Gevelsberger Identität das ganze Jahr über „sichtbar“ gemacht werden. Anders als in den anderen Szenarien wird im Westen der ideale Standort gesehen, da diese möglicherweise über temporäre Aktionen mit der angrenzenden Spiel- und Sportlandschaft korrespondieren könnten.
Diese stellt den Mittelpunkt des neuen Quartieres dar. Hierbei handelt es sich um einen großen begrünten Platz mit diversen generationenübergreifenden Spielgeräten. Die Elemente sind über den gesamten Platz verteilt.
Der östliche Bereich besteht aus ehemaligen Industriehallen, welche ähnlich wie in Szenario 1 umgenutzt werden. Diverse Sportangebote finden Einzug in den Bereich, darunter Klettern, Kampfsport, Skating, Parkour und ein Bolzplatz. Insbesondere der 24 Meter hohe Kletterturm als Aufbau des Riegelgebäudes kann hierbei als Highlight betrachtet werden.

Den Platz schmückt – ähnlich wie in Szenario 1 – die Erhaltung der ehemaligen industriellen Rohrleitungen, welche begrünt werden. Im Kontrast zum Szenario des Kreativquartiers wird jedoch eine deutlich stärkere Begrünung mit flächigen Baumstrukturen für den Platz vorgesehen. Östlich der Sporthalle werden weitere Sportnutzungen im öffentlichen Raum vorgesehen, welche sich in einen deutlich vergrößerten Baumbestand integrieren. Auch nördlich der Talbahntrasse wird der Baumbestand erweitert: das Szenario verfolgt das Ziel, einen „urbanen Wald“ in der Stadt zu etablieren. Insgesamt stellt das Szenario eine Spiegelung der südlichen „Aktivitätsachse“ dar.

   Vorteile

- Umweltfreundlich
- Vielfältiges Freizeitangebot
- Hohe Bestandssensibilität
- Zeitnahe Umnutzung der Gebäude möglich

   Nachteile

- Geringe Schaffung von Arbeitsplätzen
- Begrünung benötigt langen Entwicklungshorizont
- Wirtschaftliche Attraktivität gering

   Stärken

- Belebung des Platzes durch Kirmesgruppen; hohe Wertschätzung
- Vielfältiges Freizeitangebot
- Umweltschutz (Bildung)
- Geringe Ausbaukosten
- Geringer Versiegelungsgrad

   Schwächen

- Unwirtschaftliche Nutzungen
- Geringer Gewerbeanteil - wenige Arbeitsplätze
- Kein Wohnen
- Geringer Beitrag für Innovationen
- Hoher Pflegeaufwand

   Chancen

- Entspricht am ehesten dem Leitbild des Stadtteils
- Identitätsstiftung durch Erhalt
- Sukzessive Entwicklung möglich; flexibel zu entwickeln

   Risiken

- Unternutzung, Angstraum am Abend
- Begrünung benötigt langfristigen Entwicklungshorizont